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Microsoft Intune für den Mittelstand: Geräte zentral verwalten ohne eigenen Server

Dominik Zumstrull
Cloud & Microsoft 365-Experte
OIT GmbH
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Microsoft Intune ist die Cloud-Geräteverwaltung von Microsoft: Damit richtest du Notebooks, Macs, iPhones und Android-Geräte zentral ein, verteilst Apps und erzwingst Sicherheitsregeln — ganz ohne Server im Keller. Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist Intune sogar schon bezahlt, weil Plan 1 in Microsoft 365 Business Premium, E3 und E5 enthalten ist.

In der Praxis erleben wir das fast jede Woche: Ein Unternehmen hat 40 Arbeitsplätze, jeder Rechner ist anders eingerichtet, Updates laufen „irgendwie“, und wenn jemand ein Notebook verliert, weiß niemand, ob die Festplatte verschlüsselt war. Genau diese Lücke schließt Intune.

Was ist Microsoft Intune eigentlich?

Intune ist Microsofts Lösung für Mobile Device Management (MDM) und Mobile Application Management. Der frühere Name Microsoft Endpoint Manager begegnet dir in älteren Anleitungen noch häufig — gemeint ist dasselbe Produkt.

Die Geräte melden sich über die Firmenidentität in Microsoft Entra ID an und holen sich anschließend ihre Konfiguration aus der Cloud: Richtlinien, Apps, Zertifikate, WLAN-Profile. Ein VPN oder eine Domäne im eigenen Rechenzentrum braucht es dafür nicht — das Gerät muss nur ins Internet kommen.

Was kostet Microsoft Intune?

Meistens gar nichts extra. Intune Plan 1 steckt in den gängigen Microsoft-365-Paketen für Unternehmen. Ein Blick auf die Listenpreise (Stand September 2026):

Lizenz Intune enthalten Listenpreis
Microsoft 365 Business Premium (max. 300 Nutzer) Plan 1 19,06 € / Nutzer / Monat (Jahresabo, netto)
Microsoft 365 E3 Plan 1 + seit 01.07.2026 auch Plan 2 rund 3 USD / Nutzer / Monat Aufschlag seit der Bündelung
Microsoft 365 E5 Plan 1 + Plan 2 im Paket enthalten
Intune Plan 1 einzeln Plan 1 8,00 USD / Nutzer / Monat
Intune Plan 2 (Add-on) Remote Help, Endpoint Privilege Management, erweiterte Analysen 4,00 USD / Nutzer / Monat obendrauf

Microsoft weist Intune auf der deutschen Preisseite weiterhin in US-Dollar aus; im Handel liegt Plan 1 bei etwa 7,50 bis 7,70 € netto. Wichtig für die Budgetplanung: Bei der Preisanpassung zum 1. Juli 2026 blieb Business Premium unverändert, Business Basic und Business Standard wurden angehoben.

Was bringt Intune im Alltag konkret?

Vier Effekte, die unsere Kunden am schnellsten spüren:

1. Neue Geräte richten sich selbst ein. Mit Windows Autopilot geht das Notebook direkt vom Händler an den Mitarbeitenden. Er packt aus, meldet sich mit dem Firmenkonto an — Apps, Drucker, VPN und Richtlinien kommen automatisch. Statt eines halben Tages Ersteinrichtung bleibt für die IT nur noch eine Freigabe. Für Macs, iPhones und iPads übernimmt der Apple Business Manager dieselbe Rolle.

2. Sicherheitsregeln gelten wirklich. BitLocker-Verschlüsselung, PIN-Pflicht, aktuelle Patches, Microsoft Defender aktiv: Intune prüft das dauerhaft als Compliance-Richtlinie. Ein Gerät, das durchfällt, wird per Conditional Access vom Zugriff auf Firmendaten ausgesperrt — das ist der praktische Kern eines Zero-Trust-Ansatzes.

3. Verlorene Geräte sind kein Drama mehr. Ein Klick, und das Gerät wird gesperrt, zurückgesetzt oder nur um die Firmendaten erleichtert. Bei BYOD-Geräten bleibt der private Teil unangetastet.

4. Hardware-Wechsel werden planbar. Intune zeigt dir für jedes Gerät Modell, Seriennummer, Betriebssystemstand und ob TPM 2.0 vorhanden ist — die Grundlage für jeden Windows-11-Hardware-Check.

Für wen lohnt sich Intune — und für wen nicht?

Ab ungefähr zehn verwalteten Geräten rechnet sich der Aufwand, spätestens ab 25. Besonders stark ist Intune, wenn Mitarbeitende mobil arbeiten, wenn Windows und Apple gemischt im Einsatz sind oder wenn Anforderungen aus NIS2, einer Cyber-Versicherung oder einem Kundenaudit belegt werden müssen.

Weniger geeignet ist es, wenn viele Spezialanwendungen zwingend eine lokale Domäne mit klassischen Gruppenrichtlinien brauchen. Dann fährst du erst einmal hybrid — und wanderst Richtlinie für Richtlinie in die Cloud. Und ein Punkt wird oft vergessen: Intune ist kein Backup. Für Microsoft 365 brauchst du zusätzlich eine Sicherung nach der 3-2-1-Backup-Regel.

Wie läuft ein Intune-Rollout ab?

Bei uns in fünf Schritten: Erstens Bestandsaufnahme aller Geräte und Lizenzen. Zweitens einen Pilotkreis von drei bis fünf Personen definieren. Drittens Basisrichtlinien setzen — Verschlüsselung, Updates, Kennwortregeln, Defender. Viertens Apps und Autopilot-Profile aufbauen. Fünftens in Wellen ausrollen, meist abteilungsweise. Für 30 bis 50 Geräte planen wir typischerweise zwei bis vier Wochen, davon den größten Teil für die Pilotphase.

Wenn du das nicht nebenbei stemmen willst: Wir übernehmen Einrichtung und Betrieb als Teil unserer Cloud- und Microsoft-365-Betreuung — inklusive IT-Sicherheit und laufendem IT-Support. Wie das im Managed-Service-Modell aussieht, beschreiben wir in Microsoft 365 verwalten lassen.

Häufige Fragen zu Microsoft Intune

Ist Microsoft Intune in Microsoft 365 Business Premium enthalten?

Ja. Microsoft 365 Business Premium enthält Intune Plan 1 ohne Aufpreis. Das Paket kostet 19,06 € pro Nutzer und Monat netto im Jahresabo und ist auf maximal 300 Benutzer begrenzt. Auch Microsoft 365 E3 und E5 bringen Intune Plan 1 mit.

Brauche ich für Intune noch einen eigenen Server?

Nein. Intune läuft vollständig in der Microsoft-Cloud. Die Geräte holen ihre Richtlinien über das Internet, ein Domänencontroller oder VPN ist nicht nötig. Nur wenn du bestehende Gruppenrichtlinien parallel weiterbetreiben willst, richtest du einen hybriden Betrieb ein.

Kann Intune auch Macs und iPhones verwalten?

Ja. Intune verwaltet Windows, macOS, iOS/iPadOS, Android und Linux. Für Apple-Geräte koppelst du Intune mit dem Apple Business Manager, dann laufen Ersteinrichtung und App-Verteilung genauso automatisch wie unter Windows mit Autopilot.

Was ist der Unterschied zwischen Intune Plan 1 und Plan 2?

Plan 1 deckt die Kerngeräteverwaltung ab: Registrierung, Richtlinien, App-Verteilung, Verschlüsselung, Compliance. Plan 2 ist ein Add-on für rund 4 USD pro Nutzer und Monat und ergänzt unter anderem Remote Help, Endpoint Privilege Management und erweiterte Endpunktanalysen. Seit dem 1. Juli 2026 ist Plan 2 in Microsoft 365 E3 enthalten.

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Dominik Zumstrull
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