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Landingpage erstellen: Aufbau, Beispiele und typische Fehler

Andreas OlbrichtAktualisiert 7 Min. Lesezeit

Du schaltest eine Anzeige, verschickst einen Newsletter oder startest eine Recruiting-Kampagne – und alle Klicks landen auf der Startseite. Dort muss sich der Besucher erst zurechtfinden, und viele springen ab. Eine Landingpage löst dieses Problem: eine Seite, ein Angebot, ein Ziel. In diesem Artikel erfährst du, wie eine gute Landingpage aufgebaut ist, wie du sie in WordPress umsetzt und wie du misst, ob sie funktioniert.

Kurz gesagt: Eine Landingpage konzentriert sich auf genau eine Handlung, etwa Anfrage, Termin oder Download. Sie besteht aus einem klaren Einstieg, dem Nutzen, Belegen, Antworten auf Einwände und einem eindeutigen Call-to-Action – und sie wird laufend gemessen und verbessert.

Was ist eine Landingpage?

Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Im engeren Sinn ist eine Landingpage eine Seite, auf der Besucher nach einem Klick auf eine Anzeige, eine E-Mail oder einen Social-Media-Beitrag „landen“ und die auf ein einziges Ziel ausgerichtet ist. Im weiteren Sinn sind auch Leistungs- oder Standortseiten gemeint, die gezielt über Google gefunden werden sollen.

Der Unterschied zur normalen Website-Seite: Eine Landingpage lenkt nicht ab. Oft fehlen Hauptmenü und Seitenleiste, und es gibt nur einen Weg weiter – den Call-to-Action.

Typische Ziele

  • Anfrage oder Angebot anfordern
  • Termin oder Erstgespräch buchen
  • Whitepaper, Checkliste oder Preisliste herunterladen
  • Für Webinar oder Veranstaltung anmelden
  • Bewerbung für eine bestimmte Stelle

Der Aufbau einer guten Landingpage

1. Hero-Bereich: in Sekunden klar machen, worum es geht

Der obere Bereich entscheidet, ob jemand bleibt. Er braucht eine Überschrift, die das Angebot und den Nutzen benennt, einen kurzen Untertitel, ein passendes Bild und den ersten Call-to-Action. Die Überschrift sollte zu dem passen, was die Person vorher gesehen hat: Wer auf eine Anzeige „Wartungsvertrag für Wärmepumpen“ klickt, will genau das lesen.

2. Nutzen statt Merkmale

Beschreibe, was sich für deine Zielgruppe verbessert: weniger Aufwand, mehr Sicherheit, schnellere Ergebnisse. Drei bis fünf Punkte mit kurzen Erklärungen sind übersichtlicher als lange Fließtexte.

3. Belege und Vertrauen

Echte Kundenstimmen, Bewertungen, Logos von Kunden (mit Erlaubnis), Zertifikate oder konkrete Projektbeispiele machen deine Aussagen glaubwürdig. Wichtig: Nutze nur, was du belegen kannst. Erfundene Testimonials schaden dem Vertrauen und können wettbewerbsrechtliche Folgen haben.

4. Ablauf und Einwände

Erkläre in wenigen Schritten, wie es nach der Anfrage weitergeht. Ein kurzer FAQ-Block beantwortet typische Fragen zu Dauer, Ablauf oder Voraussetzungen, bevor sie zur Hürde werden.

5. Call-to-Action und Formular

Ein klar formulierter Button („Termin vereinbaren“ statt „Absenden“) und ein kurzes Formular. Frage nur ab, was du wirklich brauchst – jedes zusätzliche Pflichtfeld ist eine Hürde. Wiederhole den Call-to-Action nach längeren Abschnitten, damit niemand zurückscrollen muss.

6. Rechtliches und Vertrauen im Kleingedruckten

Impressum und Datenschutzerklärung müssen auch auf einer Landingpage ohne Menü erreichbar sein, meist über einen schlanken Footer. Beim Formular gehört ein Hinweis zur Datenverarbeitung dazu. Telefonnummer und Ansprechpartner zeigen, dass hinter dem Angebot echte Menschen stehen.

Texte für die Landingpage schreiben

Der Text ist oft wichtiger als das Design. Schreibe für eine konkrete Zielgruppe und beantworte drei Fragen: Was bekomme ich? Warum gerade hier? Was muss ich jetzt tun? Kurze Absätze, Zwischenüberschriften und Aufzählungen erleichtern das Überfliegen, denn viele lesen eine Seite nicht von oben bis unten, sondern scannen sie.

Verwende die Sprache deiner Kunden statt interner Fachbegriffe. Wenn deine Kunden „Website-Check“ sagen, schreibe nicht „Web-Audit“. Ein guter Test: Lies die Überschrift und den ersten Absatz jemandem vor, der dein Unternehmen nicht kennt. Kann er danach in einem Satz sagen, was du anbietest, bist du auf einem guten Weg.

Landingpage und SEO

Soll eine Landingpage über Google gefunden werden, gelten die üblichen SEO-Grundlagen: ein klares Haupt-Keyword, ein passender Title, eine aussagekräftige Meta-Beschreibung und genug eigener Inhalt. Wichtig ist, dass pro Suchbegriff nur eine Seite optimiert wird. Sonst konkurrieren mehrere Seiten deiner Website um dasselbe Keyword, und keine rankt richtig gut.

Beispiele für Landingpages

  • Handwerksbetrieb: Seite „Wärmepumpe nachrüsten in [Stadt]“ mit Ablauf, Projektfotos, Bewertungen und Anfrageformular.
  • IT-Dienstleister: Seite für einen IT-Sicherheitscheck mit Leistungsumfang, Ablauf, Ansprechpartner und Terminbuchung.
  • Recruiting: Seite für eine Ausbildungsstelle mit Einblicken ins Team, Aufgaben, Vorteilen und einem kurzen Bewerbungsformular.
  • Veranstaltung: Anmeldeseite für ein Webinar mit Agenda, Referenten und Anmeldeformular.

Landingpage in WordPress erstellen

Mit WordPress und einem Page-Builder wie Divi oder dem Block-Editor kannst du Landingpages ohne Programmierkenntnisse bauen:

  1. Neue Seite anlegen und eine sprechende URL vergeben, z. B. /it-sicherheitscheck/.
  2. Je nach Zweck eine Vorlage ohne Hauptmenü und Seitenleiste wählen oder den Header ausblenden.
  3. Abschnitte in der Reihenfolge Hero, Nutzen, Belege, Ablauf, FAQ und Call-to-Action aufbauen.
  4. Formular einbinden und testen, ob Anfragen wirklich ankommen.
  5. SEO-Grundlagen setzen: Title, Meta-Beschreibung und Fokus-Keyword, etwa mit Yoast SEO. Soll die Seite nur für Kampagnen genutzt werden, kann sie auch auf noindex stehen.
  6. Ladezeit und Darstellung auf dem Smartphone prüfen.

Hilfreich dazu: WordPress-Pagespeed optimieren und WordPress-Webseite barrierefrei machen.

Erfolg messen und verbessern

Eine Landingpage ist nie fertig. Lege vor dem Start fest, was als Erfolg zählt, zum Beispiel abgeschickte Formulare oder gebuchte Termine, und richte die Messung ein. Mit Google Analytics oder einem anderen Webanalyse-Tool erfasst du Besuche und Conversions. Achte dabei auf eine datenschutzkonforme Einwilligung – wie das mit Borlabs Cookie geht, steht in Google Analytics und Borlabs Cookie verwenden.

Hast du genug Besucher, lohnt ein A/B-Test: Zwei Varianten einer Überschrift oder eines Buttons laufen parallel, und du vergleichst die Ergebnisse. Bei wenig Traffic sind solche Tests oft nicht aussagekräftig. Dann helfen eher Gespräche mit Kunden und ein kritischer Blick von außen.

Typische Stellschrauben beim Verbessern sind die Überschrift, die Reihenfolge der Abschnitte, die Formulierung des Buttons, die Zahl der Formularfelder und die Auswahl der Belege. Ändere möglichst immer nur eine Sache auf einmal, damit du erkennst, was gewirkt hat. Notiere dir Datum und Änderung, so kannst du Entwicklungen in der Auswertung später nachvollziehen.

Schau dir außerdem an, woher die Besucher kommen. Eine Landingpage, die über Google-Anzeigen gut funktioniert, kann bei Besuchern aus einem Newsletter ganz anders abschneiden. Manchmal lohnt es sich, für unterschiedliche Kanäle eigene Varianten zu bauen.

Typische Fehler

  • Alle Kampagnen führen auf die Startseite statt auf eine passende Landingpage.
  • Mehrere Angebote und Ziele auf einer Seite.
  • Überschrift passt nicht zur Anzeige oder E-Mail.
  • Zu lange Formulare mit unnötigen Pflichtfeldern.
  • Keine Belege, nur Werbeversprechen.
  • Langsame Ladezeit oder schlechte Darstellung auf dem Smartphone.
  • Keine Messung: Niemand weiß, ob die Seite funktioniert.
  • Fehlende Pflichtangaben wie Impressum und Datenschutzhinweise.

Beispiele aus unserer Praxis

Für das DOCK49 am Osnabrücker Hafen hat jede Anfrage-Art – Hochzeit, Firmenevent, Geburtstag, Tagung – ihre eigene Landingpage. Beim Golfclub Westheim im Sauerland beantwortet die Startseite die wichtigsten Fragen schon im Hero, und die Startzeitbuchung ist als primärer Handlungsaufruf auf jeder Seite gesetzt. Und bei Richter Baudienstleistungen aus Georgsmarienhütte ist die Terminanfrage von jeder Seite aus in einem Schritt erreichbar.

Landingpage mit Unterstützung

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Häufige Fragen zur Landingpage

Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Website?

Eine Website bietet viele Inhalte und Wege. Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit einem klaren Ziel, etwa Anfrage, Termin oder Download, und lenkt möglichst wenig davon ab.

Braucht eine Landingpage ein Menü?

Nicht unbedingt. Für Kampagnen wird das Hauptmenü oft ausgeblendet, damit Besucher beim Ziel bleiben. Impressum und Datenschutzerklärung müssen trotzdem erreichbar sein.

Kann ich eine Landingpage mit WordPress erstellen?

Ja. Mit dem Block-Editor oder einem Page-Builder wie Divi baust du Landingpages ohne Programmierkenntnisse. Achte auf Ladezeit, mobile Darstellung und ein funktionierendes Formular.

Sollte eine Landingpage bei Google ranken?

Das hängt vom Zweck ab. Leistungs- und Standortseiten sollen gefunden werden. Reine Kampagnenseiten, etwa für Anzeigen, kannst du auf noindex setzen, damit sie nicht mit anderen Seiten konkurrieren.

Wie messe ich den Erfolg einer Landingpage?

Lege ein Ziel fest, etwa abgeschickte Formulare, und erfasse es mit einem Webanalyse-Tool mit datenschutzkonformer Einwilligung. Vergleiche Besuche und Conversions über die Zeit.

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