Beitragsbild: AI generated (Higgsfield)
Wer KI-Agenten für Unternehmen sucht, kommt seit dieser Woche an einem Namen nicht vorbei: Dots. OpenAI hat die dauerhaft laufenden Agenten am 29.09.2026 auf dem DevDay vorgestellt. Sie sollen nicht mehr nur antworten, sondern Arbeit abarbeiten, auch wenn du das ChatGPT-Fenster längst geschlossen hast. Wir haben uns angeschaut, was Dots können, was sie kosten und wie sich das mit unserem OIT KI Gateway und unserer Agenten-Konsole MultiMan vergleichen lässt. Stand der Angaben ist der 30.09.2026.
Was OpenAI mit Dots vorgestellt hat
Ein Dot ist ein Agent, der im Hintergrund an deinen Zielen weiterarbeitet. Er läuft auf einem eigenen, von deinem Rechner getrennten Cloud-Computer mit eigenem Browser, beobachtet verbundene Anwendungen, recherchiert von sich aus und legt dir Ergebnisse zur Freigabe vor. Im Hintergrund arbeitet das Modell GPT-6 Astra. Mit der Zeit soll ein Dot deine Vorlieben und Arbeitsweisen lernen.
Arbeitet weiter, nachdem du ChatGPT geschlossen hast, auch an mehreren Projekten parallel.
Jeder Dot hat einen isolierten Rechner und Browser bei OpenAI. Zugriff auf dein Gerät nur, wenn du ihn erlaubst.
Anbindung über das Plugin-Ökosystem von OpenAI, erreichbar über ChatGPT, Slack und Microsoft Teams.
Gemeinsamer Arbeitsraum, in dem Team, ChatGPT und ein Dot mit demselben Projektwissen arbeiten.
Dazu testet OpenAI sogenannte Specialist Dots mit eigener Identität und eigenen Zugangsdaten, etwa für Einkauf, Rechnungsstellung oder Kundensupport. Diese sind noch in der Pilotphase. Eine öffentliche API für Dots gibt es bisher nicht.
Der Gag zum Start: dot.com führt zu Grok
Kaum war Dots angekündigt, tippten die ersten Neugierigen die naheliegende Adresse ein und landeten nicht bei OpenAI, sondern auf der Download-Seite von Grok, dem Chatbot von Elon Musks xAI. Laut Whois-Daten wurde die Domain dot.com im Juli übertragen. Das Netz war sich schnell einig, dass hier jemand OpenAI den Start verhageln wollte. Bestätigt hat xAI das nicht, und natürlich kann man eine so kurze Domain auch aus ganz normalen Gründen kaufen. Für uns ist es trotzdem die schönste Pointe des DevDays: Der wichtigste Marketing-Tipp für neue KI-Produkte lautet ab sofort, vor dem Launch die Domain zu sichern. Mehr zu Grok findest du in unserem Überblick xAI Grok.
Drei Wege zur Agentenarbeit im Vergleich
Dots, das OIT KI Gateway und MultiMan lösen verwandte, aber nicht dieselben Aufgaben. Dots ist ein fertiger Agent in der OpenAI-Cloud. Das Gateway ist deine eigene KI-Plattform, an der Agenten, Modelle und Systemanbindungen zentral hängen. MultiMan ist die Kontroll-Konsole für Browser-Agenten, die lokal auf deinem Mac in echten, eingeloggten Chrome-Sessions arbeiten.
| Kriterium | OpenAI Dots | OIT KI Gateway | MultiMan |
|---|---|---|---|
| Was es ist | Dauerhaft laufender Agent in ChatGPT | Eigene KI-Plattform mit Agenten (OIT Hermes) und MCP-Anbindung | macOS-Konsole für bis zu zehn Browser-Agenten-Sessions |
| Wo es läuft | Cloud-Rechner von OpenAI | Hosting in Deutschland, isolierte Instanz | Lokal auf deinem Mac, keine Cloud nötig |
| KI-Modelle | OpenAI (GPT-6 Astra) | GPT, Claude, Gemini, DeepSeek mit Smart Routing | Nutzt das Gateway oder Claude Cowork |
| Unbeaufsichtigt und zeitgesteuert | Ja, arbeitet im Hintergrund | Ja, MCP-Server und Agenten laufen zentral nach Zeitplan | Solange dein Mac läuft |
| Anbindung eigener Systeme | Plugin-Ökosystem von OpenAI | Microsoft 365 nativ, Odoo per Add-on, beliebige APIs über MCP | Jedes Portal, das du im Browser bedienen kannst |
| Logins und Zugangsdaten | Liegen in der OpenAI-Umgebung | In deiner Gateway-Instanz | Bleiben in den Chrome-Profilen auf deinem Mac |
| Datenschutz | Business-Daten laut OpenAI nicht fürs Training genutzt | DSGVO-konform, EU-Verarbeitung der Kernmodelle | Daten verlassen den Mac nur über das gewählte Modell |
| Verfügbarkeit in Deutschland | Nur über Business Premium, nicht über Pro | Ja, in unter 24 Stunden startklar | Ja, ab macOS 14 Sonoma |
Was die Agentenarbeit kostet
Alle Beträge netto und je Monat, Stand 30.09.2026. OpenAI rechnet in US-Dollar ab, die Euro-Werte sind gerundet und schwanken mit dem Wechselkurs.
| Posten | OpenAI Dots | OIT KI Gateway | MultiMan |
|---|---|---|---|
| Einstieg je Nutzer | rund 100 € (Business Premium, Jahreszahlung) | 40 € (Standard) oder 100 € (Dev, inkl. Hermes-Agenten) | ab 249 € je Installation |
| Einmalig | keine | 1.999 € Einrichtung | keine |
| Agenten | erster Dot enthalten, weitere noch ohne Preis | Hermes-Agenten mit eigenem Budget, Playwright-Setup 490 € einmalig | steuert bis zu zehn Sessions |
| Zusätze | Aufgaben in Codex oder ChatGPT Work zählen aufs Kontingent | Support 25 €, Odoo KI-Connector 75 € | setzt Gateway oder Claude Cowork voraus |
Ein Rechenbeispiel für ein Team mit zehn Personen: Mit Business Premium landest du bei rund 1.000 € im Monat, und jede Person hat einen Dot. Mit dem Gateway zahlst du für zehn Standard-Lizenzen 400 € im Monat plus einmalig die Einrichtung. Wer intensiv mit Agenten arbeitet, nimmt für einzelne Power-User die Dev-Lizenz dazu, statt das ganze Team auf den teuersten Tarif zu heben. Genau diese Staffelung ist bei Dots derzeit nicht möglich: Ohne Premium-Sitz gibt es keinen Dot.
Wo das OIT KI Gateway die Nase vorn hat
Dots zeigt, wohin die Reise geht: Agenten, die nicht auf deinen Klick warten. Das ist auch die Idee hinter dem Gateway. MCP-Server laufen normalerweise lokal auf dem Rechner eines Mitarbeiters und stehen nur bereit, solange dieser Rechner läuft und jemand davorsitzt. Im OIT KI Gateway laufen sie zentral und unabhängig vom Arbeitsplatzrechner: einmal angebunden, für das ganze Team nutzbar und zeitgesteuert auch unbeaufsichtigt, etwa für den nächtlichen Abgleich oder den Bericht zum Monatsende. Was ein MCP-Server ist, erklären wir in Was ist ein MCP-Server?.
Der Unterschied zu Dots liegt im Wem: Beim Gateway bleibt die Plattform deine. Du wählst je Aufgabe das passende Modell, statt an einen Anbieter gebunden zu sein, deine Daten werden in Deutschland verarbeitet, und deine Systeme wie Microsoft 365 oder Odoo hängen an deiner Instanz statt an einem fremden Plugin-Katalog. Für Kanzleien, Handwerksbetriebe und alle, die Mandanten- oder Kundendaten verarbeiten, ist das oft der entscheidende Punkt. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen wir auf KI für Steuerberater und KI für Handwerk. Die Hermes-Agenten stellen wir in KI Gateway wird erwachsen vor.
Wann MultiMan die richtige Wahl ist
Dots bekommen einen eigenen Browser in der OpenAI-Cloud. Das ist bequem, heißt aber auch: Portale, Kundenkonten und Verwaltungszugänge müssen dort angemeldet werden. MultiMan geht bewusst den anderen Weg. Die Agenten arbeiten in echten Chrome-Sessions auf deinem Mac, die dauerhaft eingeloggt bleiben. Du siehst jede Session live, reservierst sie für bestimmte Aufgaben und verhinderst, dass zwei Agenten sich in die Quere kommen. Das passt überall dort, wo es keine API gibt und du die Kontrolle über die Zugänge behalten willst, etwa bei Lieferantenportalen, Social-Media-Konten oder Behördenportalen. Wie wir so eine Flotte selbst betreiben, liest du in Browser-Agenten orchestrieren.
Unser Fazit
Dots ist ein starkes Signal: Agenten, die selbstständig weiterarbeiten, werden zum Standard. Wer ohnehin ganz auf OpenAI setzt und die Kosten für Premium-Sitze trägt, bekommt einen bequemen Einstieg. Wer dagegen freie Modellwahl, Datenverarbeitung in Deutschland und seine eigenen Systeme im Griff behalten will, fährt mit dem OIT KI Gateway besser, und mit MultiMan behältst du zusätzlich die Browser-Arbeit auf deinem eigenen Rechner unter Kontrolle.
Häufige Fragen zu Dots und KI-Agenten
Was ist OpenAI Dots?
Was kostet OpenAI Dots für Unternehmen?
Kann ich Dots in Deutschland nutzen?
Worin unterscheidet sich das OIT KI Gateway von Dots?
Wofür brauche ich MultiMan zusätzlich?
Wem gehört die Domain dot.com?
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