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LinkedIn-Unternehmensseite erstellen: Schritt für Schritt für KMU

Andreas OlbrichtAktualisiert 7 Min. Lesezeit

Wenn Kundinnen, Bewerber oder Geschäftspartner dein Unternehmen googeln, taucht oft auch LinkedIn auf. Gerade im B2B-Bereich ist eine gepflegte LinkedIn-Unternehmensseite so etwas wie eine zweite Visitenkarte: Sie zeigt, wer ihr seid, was ihr anbietet und dass hinter dem Firmennamen echte Menschen stehen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du die Seite anlegst, wer sie verwalten sollte und wie du die ersten Wochen sinnvoll füllst.

Kurz gesagt: Die Unternehmensseite ist kostenlos und wird aus einem persönlichen LinkedIn-Profil heraus erstellt – am Desktop über „Produkte“ → „Eine Unternehmensseite erstellen“. Danach zählen vollständige Angaben, mindestens zwei Admins und ein regelmäßiger, realistischer Posting-Rhythmus.

Unternehmensseite oder persönliches Profil?

LinkedIn unterscheidet klar zwischen persönlichen Profilen und Unternehmensseiten. Ein Profil gehört immer einer echten Person mit Klarnamen. Laut LinkedIn-Hilfe können Profile, die statt einer Person ein Unternehmen darstellen, als Spam oder Missbrauch gemeldet werden. Für dein Unternehmen brauchst du also eine Unternehmensseite – verwaltet über die persönlichen Profile von dir und deinem Team.

Beides ergänzt sich: Die Unternehmensseite bündelt Informationen, Jobs und Beiträge des Unternehmens. Die Profile von Geschäftsführung und Mitarbeitenden sorgen dafür, dass diese Inhalte in deren Netzwerken gesehen werden.

Voraussetzungen

Bevor du startest, prüfe diese Punkte. Sie stammen aus der LinkedIn-Hilfe zur Fehlerbehebung beim Erstellen einer Unternehmensseite:

  • Ein persönliches LinkedIn-Konto. Ist es ganz neu, musst du mindestens einen Tag warten.
  • Mindestens zwei Kontakte in deinem Netzwerk.
  • Unter Umständen musst du deinen Arbeitsplatz bestätigen, etwa über eine Unternehmens-E-Mail-Adresse oder Microsoft Entra ID.
  • Eine noch freie LinkedIn-URL für die Seite (z. B. linkedin.com/company/deinefirma).
  • Klärung, ob es schon eine Seite gibt: Existiert bereits eine Seite deines Unternehmens, beantragst du besser Admin-Zugriff, statt eine zweite anzulegen.

Halte außerdem bereit: Logo, ein Titelbild, die Website-Adresse, Branche, Unternehmensgröße, Rechtsform und einen kurzen Slogan. Die aktuell empfohlenen Bildmaße zeigt LinkedIn direkt im Upload-Dialog an.

LinkedIn-Unternehmensseite erstellen: Schritt für Schritt

Laut LinkedIn-Hilfe kannst du die Seite am Desktop oder in der App auf einem iOS-Gerät erstellen. In der Android-App wird das Erstellen nicht unterstützt. Am Desktop gehst du so vor:

  1. Melde dich mit deinem persönlichen Profil an und klicke oben rechts auf der Startseite auf das Symbol Produkte.
  2. Scrolle nach unten und klicke auf Eine Unternehmensseite erstellen.
  3. Wähle den Seitentyp Unternehmen. Die anderen Optionen sind Fokusseite (für Marken oder Geschäftsbereiche einer bestehenden Seite) und Bildungseinrichtung.
  4. Trage die Angaben ein: Name, LinkedIn-URL, Website, Branche, Unternehmensgröße, Unternehmensart, Logo und Slogan. Rechts siehst du eine Vorschau.
  5. Setze das Häkchen, mit dem du bestätigst, dass du berechtigt bist, im Namen des Unternehmens zu handeln.
  6. Klicke auf Seite erstellen und danach auf Beginnen Sie mit der Erstellung Ihrer Seite!, um die Seite zu vervollständigen.

Bekommst du eine Fehlermeldung, liegt es meist an einer der oben genannten Voraussetzungen. Hilft das nicht, empfiehlt LinkedIn, Cache und Cookies zu leeren oder einen anderen Browser zu verwenden.

Die Seite vervollständigen

Eine halb ausgefüllte Seite wirkt schnell verlassen. Nimm dir nach dem Anlegen Zeit für:

  • Info-Bereich: In wenigen Absätzen beschreiben, was ihr macht, für wen und wo. Verwende die Begriffe, unter denen man euch suchen würde.
  • Standort: Adresse genauso schreiben wie auf Website und Google-Unternehmensprofil.
  • Titelbild: ein echtes Bild aus eurem Alltag oder eine klare Botschaft in eurem Design.
  • Button: den Call-to-Action-Button auf die passende Seite eurer Website setzen, etwa Kontakt oder Leistungen.
  • Mitarbeitende verknüpfen: Bitte dein Team, die Firma in ihrem Profil als aktuellen Arbeitgeber auszuwählen. Dann erscheint ihr Profil auf der Unternehmensseite.

Admin-Rollen richtig vergeben

Ein häufiger Fehler: Die Seite hängt an genau einer Person. Verlässt sie das Unternehmen, ist der Zugriff schwierig. Ähnliche Probleme kennen viele von Facebook – siehe unseren Artikel Facebook-Seitenzugriff verloren. LinkedIn bietet laut Hilfe drei Rollen für Seiten-Admins:

  • Super-Admin: alle Rechte, darunter Admins hinzufügen und entfernen, Seiteninformationen bearbeiten, Jobs posten und die Seite deaktivieren.
  • Content-Admin: Beiträge, Veranstaltungen und weitere Inhalte erstellen und verwalten, Beiträge bewerben.
  • Analyst: nur Zugriff auf die Analysen der Seite.

Dazu kommen Paid-Media-Rollen für Werbung über den Kampagnen-Manager. Unsere Empfehlung: mindestens zwei Super-Admins aus dem Unternehmen, Agenturen oder Dienstleister als Content-Admin. Neue Admins fügt ein Super-Admin in der Admin-Ansicht unter Einstellungen → Administrator:innen verwalten hinzu. Pro Person ist nur eine Seiten-Admin-Rolle möglich.

Prüfe die Admin-Liste regelmäßig, etwa einmal im Quartal und immer dann, wenn jemand das Unternehmen verlässt. Entferne Personen, die keinen Zugriff mehr brauchen, und halte intern fest, wer welche Rolle hat.

Die ersten zehn Beiträge

Nach dem Start gilt: lieber regelmäßig und realistisch als selten und perfekt. Für die ersten Wochen eignen sich zum Beispiel:

  • Vorstellung des Unternehmens: wer ihr seid und wofür ihr steht.
  • Das Team oder einzelne Ansprechpartner (mit Einverständnis der Personen).
  • Ein Projekt oder Kundenbeispiel – nur mit Freigabe des Kunden.
  • Ein Blick hinter die Kulissen: Büro, Werkstatt, Arbeitsalltag.
  • Ein Fachtipp aus eurem Gebiet oder ein Link zu einem Ratgeberartikel auf eurer Website.
  • Eine offene Stelle oder ein Einblick in die Ausbildung.
  • Eine Veranstaltung, Messe oder ein Webinar.
  • Eine Frage an eure Community.
  • Neuigkeiten wie neue Leistungen, Zertifizierungen oder Partnerschaften.
  • Ein Rückblick auf das Quartal.

Ob Beiträge ankommen, siehst du im Analyse-Bereich der Seite. Teste unterschiedliche Formate wie Text mit Bild, Dokument oder kurzes Video und beobachte, was bei deiner Zielgruppe funktioniert. Grundsätzliche Gedanken zu Reichweite und Content-Strategie findest du auch in unserem Artikel zum Instagram-Algorithmus – vieles davon lässt sich übertragen.

Mitarbeitende einbinden

Eine Unternehmensseite lebt davon, dass ihre Inhalte geteilt und kommentiert werden. Die wichtigsten Multiplikatoren sind meist die eigenen Mitarbeitenden. Erkläre deinem Team, warum ihr auf LinkedIn aktiv seid, und mache es ihnen leicht: kurze Hinweise auf neue Beiträge, Vorschläge für eigene Kommentare oder Themen, zu denen sie selbst etwas schreiben können. Niemand sollte dazu gedrängt werden – freiwillige, authentische Beiträge wirken glaubwürdiger als verordnete.

Hilfreich ist außerdem eine kurze interne Absprache: Wer darf im Namen des Unternehmens posten und antworten, wie geht ihr mit kritischen Kommentaren um, und welche Inhalte sind tabu, etwa Kundendaten oder interne Zahlen? So vermeidest du Unsicherheit im Alltag.

Typische Fehler

  • Ein persönliches Profil mit Firmennamen statt einer Unternehmensseite.
  • Nur ein Admin – oder ein ehemaliger Mitarbeiter als einziger Super-Admin.
  • Doppelte Seiten für dasselbe Unternehmen.
  • Unvollständiges Profil ohne Logo, Beschreibung oder Website.
  • Ein euphorischer Start mit fünf Beiträgen in einer Woche und danach monatelang Stille.
  • Fotos von Mitarbeitenden oder Kunden ohne deren Einverständnis.

Beispiele aus unserer Praxis

Gutes Material ist die halbe Miete: Für GEO Klimatechnik aus Georgsmarienhütte begleiten wir Aktionen und Einsätze mit Foto und Video und liefern so Material für Instagram, Facebook und LinkedIn. Bei AGW Elektrotechnik bildet ein gemeinsamer Content Day die Basis für die Social-Media-Betreuung, und auch das Romantik Hotel Walhalla in Osnabrück betreuen wir unter anderem bei Social Media.

Unterstützung bei LinkedIn

Seite anlegen, Redaktionsplan, Beiträge und Auswertung – das kostet Zeit. Wenn du das nicht allein stemmen möchtest, unterstützen wir dich als Social Media Agentur Osnabrück bei Einrichtung und laufender Betreuung.

Häufige Fragen zur LinkedIn-Unternehmensseite

Kostet eine LinkedIn-Unternehmensseite Geld?

Nein. Laut LinkedIn kannst du eine Unternehmensseite kostenlos erstellen. Kosten entstehen nur, wenn du Werbung schaltest oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen nutzt.

Kann ich die Unternehmensseite mit dem Handy erstellen?

Ja, mit der LinkedIn-App auf einem iOS-Gerät oder am Desktop. In der Android-App wird das Erstellen laut LinkedIn-Hilfe nicht unterstützt.

Warum kann ich keine Unternehmensseite erstellen?

Häufige Gründe sind laut LinkedIn: weniger als zwei Kontakte, ein sehr neues Konto, eine bereits vergebene URL, ein nicht bestätigter Arbeitsplatz oder zu viele erstellte Seiten in kurzer Zeit.

Wie viele Admins sollte eine Unternehmensseite haben?

Mindestens zwei Super-Admins aus dem Unternehmen, damit der Zugriff nicht an einer Person hängt. Externe Dienstleister bekommen am besten die Rolle Content-Admin.

Was tun, wenn es schon eine Seite für mein Unternehmen gibt?

Dann legst du keine zweite an, sondern beantragst Admin-Zugriff auf die bestehende Seite oder bittest einen vorhandenen Admin, dich hinzuzufügen.

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