Das Wichtigste in Kürze:GEO (Generative Engine Optimization) sorgt dafür, dass deine Website von KI-Antwortmaschinen wie ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity verstanden und zitiert wird. Diese Checkliste führt dich in 4 Phasen durch alle Maßnahmen – von der robots.txt über llms.txt und Schema-Markup bis zu Answer-First-Content und Erwähnungen auf Drittseiten. Punkt für Punkt abhakbar, mit konkreten Umsetzungs-Tipps für WordPress.
Immer mehr Menschen suchen nicht mehr bei Google, sondern fragen direkt eine KI. Und Google selbst beantwortet über die Hälfte aller Suchanfragen inzwischen mit einer KI-Übersicht – wer dort nicht als Quelle auftaucht, verliert Sichtbarkeit, ohne es zu merken:
55 %
der Google-Suchen zeigen eine KI-Übersicht
−34–61 %
weniger Klicks, wenn die KI-Übersicht erscheint
85 %
der KI-Zitierungen stammen von Drittseiten
Die gute Nachricht: GEO ist kein Hexenwerk. Die meisten Maßnahmen sind klassisches, sauberes Webseiten-Handwerk – plus ein paar neue Bausteine speziell für KI-Crawler. Arbeite die vier Phasen einfach der Reihe nach durch.
1
Fundament & Strategie
Die Architekten-Phase: erst denken, dann optimieren
Ziel und Fahrplan definieren
Welche Suchanfragen soll deine Website beantworten? Für welche Themen willst du von KIs als Quelle zitiert werden? Lege fest, welche Seiten Priorität haben, welche Tools du nutzt und in welchem Zeitraum du vorgehst.
OIT-Tipp: Starte mit den 3–5 Seiten, die dein Kerngeschäft beschreiben – nicht mit dem ganzen Archiv. Dort liegt der größte Hebel.
Erreichbarkeit sicherstellen
Prüfe in der Google Search Console, ob deine Seiten indexierbar sind. Stelle sicher, dass kein vergessenes noindex-Tag und keine fehlerhafte robots.txt Suchmaschinen oder KI-Bots aussperrt – das ist der häufigste „stille Killer“ der Sichtbarkeit.
OIT-Tipp: Auch defekte Weiterleitungen und abgelaufene SSL-Zertifikate machen dich für Crawler unsichtbar. Für unsere Wartungskunden prüfen wir das automatisch jeden Monat.
2
Die technischen Weichen stellen
Die Techniker-Phase: KI-Crawler einladen und führen
robots.txt für KI-Bots öffnen
Erlaube GPTBot (ChatGPT), ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended den Zugriff. Manche Security-Plugins und Hoster-Voreinstellungen blockieren KI-Crawler pauschal – dann kann dich keine KI zitieren, egal wie gut dein Content ist.
llms.txt anlegen
Die llms.txt ist der Wegweiser für KI-Systeme: eine kuratierte Kurzfassung deiner wichtigsten Inhalte. Moderne SEO-Plugins wie Yoast, Rank Math oder SEOPress erzeugen sie inzwischen automatisch.
OIT-Tipp: Bei unserer Analyse von über 120 Kundenwebsites fehlte die llms.txt bei 93 % – sie ist aktuell der einfachste Weg, der KI einen Schritt voraus zu sein.
XML-Sitemap prüfen und einreichen
Reiche deine sitemap.xml aktiv in der Google Search Console ein und prüfe sie auf Fehler. Die Sitemap ist die vollständige Inventarliste deiner Website – für klassische Suchmaschinen und KI-Crawler gleichermaßen.
Interne Verlinkung optimieren
Deine wichtigsten Seiten sollten maximal 3 Klicks von der Startseite entfernt sein. KI-Bots lesen Websites tiefer als Google – mit guter interner Verlinkung schaffen es auch deine Unterseiten in die KI-Antworten.
Schema-Markup (JSON-LD) aktivieren
Hinterlege strukturierte Daten für Organisation, Artikel, FAQs, Produkte oder lokale Geschäftsdaten. Schema-Markup ist die Fakten-Datenbank, aus der sich KIs beim Grounding bedienen – Öffnungszeiten, Leistungen, Bewertungen, maschinenlesbar serviert.
LCP, INP und CLS verbessern: Eine schnelle Website lädt nicht nur für Menschen besser – sie reduziert auch die Rechenlast beim Parsing für KI-Crawler und wird bevorzugt erfasst.
OIT-Tipp: Caching, Bildoptimierung und sauberes Hosting bringen hier oft mehr als jede Einzeloptimierung im Theme.
3
Content-Optimierung
Die Redakteurs-Phase: Antworten liefern statt Texte füllen
„Answer First“ schreiben
Die Antwort auf die Frage deiner Besucher gehört in den ersten Absatz – in maximal 50 Wörtern. Danach kommt die Tiefe. Niemand liest Essays, auch KI-Bots gewichten den Anfang am stärksten. Eine TL;DR-Box unter der Hauptüberschrift ist Pflicht.
Hierarchische Struktur nutzen
Logische H1–H6-Überschriften sind das Inhaltsverzeichnis, mit dem die KI deinen Text liest: genau eine H1, gegliederte H2/H3-Abschnitte, keine Textwüsten. Sei dabei konkret: „Wir liefern bis 2 Uhr nachts in alle Stadtteile“ schlägt „Beste Pizza der Stadt“.
Unterfragen beantworten
KIs zerlegen jede Anfrage in mehrere Unterfragen (Query Fan-out). Nutze Tools wie AlsoAsked oder die „Ähnliche Fragen“-Boxen bei Google, um diese Unterfragen zu finden – und beantworte sie als FAQ-Block am Ende deiner Beiträge.
E-E-A-T-Signale stärken
Autoren-Bio einfügen, verifizierte Quellen verlinken, Fachwissen mit klaren Fakten belegen. KIs gewichten Vertrauen und nachweisbare Expertise heute stärker als je zuvor.
4
Autorität & Sichtbarkeit
Die Marketer-Phase: außerhalb der eigenen Website punkten
Erwähnungen und Backlinks aufbauen
85 % der Markennennungen in KI-Antworten stammen von fremden Websites – vor allem aus Listicles und Vergleichsartikeln. Sorge dafür, dass deine Marke in Branchenverzeichnissen, lokaler Presse und Fachartikeln in der Nähe deiner Kernthemen genannt wird. Je öfter das passiert, desto eher zitiert dich die KI als Experten.
OIT-Tipp: Wer in einem Vergleichsartikel unter den Top 3 steht, wird in 80 % der Fälle zitiert. Ein eigener, ehrlicher Branchen-Vergleichsartikel auf deinem Blog ist deshalb doppelt wertvoll.
Du willst wissen, wo deine Website heute steht?
Unser KI-Sichtbarkeits-Check prüft alle Punkte dieser Checkliste automatisch und liefert dir einen GEO-Score von 0–100 mit priorisierter Maßnahmenliste. Für OIT Hosting- und Wartungskunden kostenlos.
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